(c) Marcelo Leal / Unsplash

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Mit der Pandemie hat das Thema „Telemedizin“ deutlich an Fahrt aufgenommen – Behörden, Ärztinnen und Ärzte, Fachverbände sowie private Gesundheitsdienstleister und Hilfsorganisationen haben sich mit den Möglichkeiten, Herausforderungen und Chancen auseinandergesetzt. Jetzt ist ein Tele-Health-Projekt auf Lesbos gestartet, dass fachspezifische medizinische Online-Beratungen für Flüchtlinge ermöglicht – in Zusammenarbeit mit der SAVD.

Gemeinsames Projekt gestartet

Mehr als 7.000 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, dem Irak, Pakistan, aber auch aus Marokko und Algerien befinden sich aktuell im Flüchtlingscamp Kara Tepe nordöstlich von Mytilini auf der griechischen Insel Lesbos. Laut zahlreicher Hilfsorganisationen herrschen dort katastrophale, unhygienische und menschenunwürdige Zustände, die Durchfall-, Atemwegs- und Hautkrankheiten sowie psychische Erkrankungen zur Folge haben. Das dort eingesetzte Gesundheitspersonal kämpft täglich darum, den erkrankten Flüchtlingen zu helfen. Doch es fehlt an Grundlegendem wie sauberem Wasser, warmer Kleidung und Strom. Auch Sprachbarrieren erschweren die Arbeit des ärztlichen Fachpersonals vor Ort. Unterstützung kommt nun aus Österreich. „Um das medizinische Angebot zu stärken wurde vor einigen Monaten ein gemeinsames Projekt der MedUni Wien und der Organisationen „Crisis Medical Association“ und „Hands on Global“ begonnen“, heißt es in einem Bericht der Medizinischen Universität Wien. Und weiter: „Durch eine Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut Digital Health and Patient Safety, SAVD Videodolmetschen und Philips konnte an der MedUni Wien nun ein Tele-Health-Projekt realisiert werden, bei dem SpezialistInnen aus mehr als 20 Fachbereichen wie zum Beispiel Dermatologie, Pädiatrie und Innere Medizin jeweils eine Stunde pro Tag für fachspezifische medizinische Online-Beratungen zur Verfügung stehen.“

Virtuelle Konsile dank Multipointfähigkeit

Die sichere Audio- und Videotelefonie kann von ÄrztInnen, PsychologInnen und medizinischem Personal im Camp für Aufklärungsgespräche, Nachbesprechungstermine, aber auch für Informationsgespräche und Anamnesen mit SpezialistInnen aus Österreich genutzt werden. Selbstverständlich ist es für sie darüber hinaus möglich, professionelle DolmetscherInnen hinzuzuziehen, um die Kommunikation für alle Beteiligten zu erleichtern. Die Video-Komponente bezieht die für die Qualität des Gesprächs enorm wichtige nonverbale Kommunikation aller TeilnehmerInnen der Videokonferenz mit ein.

Zukünftig soll das Pilotprojekt weiter ausgebaut werden und in mehreren Flüchtlingscamps zum Einsatz kommen. Die SAVD ist glücklich und stolz, Teil des Netzwerks zu sein und der Unternehmensphilosophie folgend „Menschen weltweit miteinander zu verbinden – zeit- und ortsunabhängig“ helfen zu können.

Weitere Informationen zu unseren Services und Leistungen wie Telehealth, die sichere Videotelefonie für Aufklärungs- Nachbesprechungs- und Informationsgespräche in Gesundheitseinrichtungen und Phrasix, die innovative Such- und Buchungsplattform für die Privatwirtschaft, erhalten Sie auf unserer Website oder auch gerne im persönlichen Gespräch. Melden Sie sich jederzeit gerne!