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(c) Mika Baumeister / Unsplash

Berichte und Meldungen zu Gewaltverbrechen an Frauen reißen nicht ab. So sind Medienberichten zufolge in Österreich allein dieses Jahr (Stand 12. Mai 2021) 14 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet worden*. Weitere Vorfälle, sexuelle Übergriffe, tätliche Angriffe sowie Drohungen, Psychoterror, Stalking, Erniedrigungen und Beschimpfungen mehren sich laut dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser ebenfalls. Wobei nicht zur Anzeige gebrachte Fälle in der Regel auch in keiner Statistik auftauchen. Sprich, die Dunkelziffer ist de facto viel höher. Das ist schrecklich erschütternd und macht viele Menschen – darunter fatalerweise viele Opfer von Gewalt – sprachlos. Andere wiederum finden klare Worte und fordern: Mehr Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, mehr Mittel für die Opferbetreuung, für Frauen- und Familienberatungsstellen und Gewaltschutz!

Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem

Auch wenn es Teile der Gesellschaft nicht wahrhaben möchte, Gewalt kann jede Frau treffen – unabhängig von Alter, Nationalität, Bildungsstand, Einkommen und religiöser sowie ethnischer Zugehörigkeit. Und obwohl seit Ende der 60-er Jahre von verschiedenen Institutionen weltweit versucht wird, das Thema zu enttabuisieren und in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Frauenhäuser und Zufluchtsstätten für misshandelte Frauen und ihre Kinder eingerichtet wurden, fehlt es immer noch an wirkungsvollen Maßnahmen, um die Gewalt zu stoppen. Dazu sagte die amerikanische Frauenrechtlerin Donna Garske einmal, dass „Gewalt gegen Mädchen und Frauen in unserer Gesellschaft nach wie vor nicht allgemein als soziales Problem gesehen wird.“

(c) Quelle: Bundeskriminalamt

#meToo – ein Hashtag geht um die Welt

Die „Me Too-Bewegung“ entstand Ende 2017, nachdem bekannt wurde, dass der einst mächtige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein seine Position mehrfach missbraucht und zahlreiche Frauen sexuell belästigt, genötigt und vergewaltigt hat. Viele prominente Frauen, Schauspielerinnen, Sängerinnen, Künstlerinnen, aber auch Politikerinnen und Aktivistinnen haben daraufhin das Wort ergriffen und das Thema in den öffentlichen Diskurs gebracht.

Offene Kommunikation statt Angst, Scham und Schweigen

Opfer von Gewalt schämen sich oft ihrer Situation und haben – trotz niederschwellig zugänglichen Beratungs- und Hilfsangeboten – Angst, sich anderen anzuvertrauen. Die Gründe dafür sind zahlreich, oft ein Mix aus finanzieller wie emotionaler Abhängigkeit, Angst vor Bloßstellung in der Gesellschaft und viele Gründe mehr. Sprachbarrieren sollten daher keine zusätzliche Hürde für die Frauen sein, um sich Hilfe zu suchen.

Die SAVD Videodolmetschen GmbH bietet ihre Services bereits zahlreichen Frauenhäusern in Deutschland und Österreich an. Interessierte Einrichtungen können sich jederzeit per Mail oder telefonisch an uns wenden, um weitere Informationen zu erhalten.